Animatronik

aus Fursuit.de, der freien Wissensdatenbank

Als Animatronik bezeichnet man einen mechanisierte Puppe. Im Falle von Fursuits sind unter diesem Begriff alle - zusätzlichen zur Bewegung des Trägers - steuerbar gemachten Teile des Kostüms gemeit, welche mittels mechanischen, hydraulischen oder sonstigen Antriebstechniken bewegt werden.

Inhaltsverzeichnis

Antriebstechniken

Kraftübertragung

Es sind nicht umbedingt komplexe Antriebe und Steuerungen nötig. Am einfachsten ist es die Bewegung des Fursuit-Trägers zu nutzen, indem diese nach außen geleitet wird. Dies geschieht beispielsweise über Seilzüge.


Elektrisch

Motoren, Servos, Hubmagneten... sind im Modell- und Roboterbau weit verbreitet. Dem entsprechend gibt es viele gute Anleitungen wie diese einzusetzen sind.


Hydraulisch

Hydraulikzylinder, aufpumpbare Schläuche,... werden seltener eingesetzt.


Lichteffekte

Mit LEDs können eindrucksvolle Effekte erziehlt werden. Lichtleiter können zum Verteilen des Lichts genutzt werden. Ein LED-Konstrantstromquellen-Modul sollte eingesetzt werden um eine gleichbleibende Helligkeit der LEDs zu gewährleisten und diese vor einem plötzlichen Betriebsspannungsanstieg zu schützen.

Audio

Mittels eines Mp3-Moduls kann man verschiedene Sounds per Tastendruck abspielen.

Steuerung durch Microcontroller

Arduino

Mit der Arduino-Entwicklungsumgebung ist es sehr leicht mögich Steuereinheiten für Animatronik zu bauen. Für den Roboter-Bau gibt es verschiedenste Anleitungen, die auch für Fursuit-Animatronik geeignet sind. Wer viel ausprobieren will benutzt am einfachsten ein Einsteiger-Set (Beinhaltet z.B. Arduino Duemilanove, Breadboard, Kabel, Taster,...). Zum Einbau im Fursuit eignet sich eine kleinere Version der Arduino-Plattform (z.B:. Arduino Mini oder LilyPad) am besten.

Servo-Controller

Für Roboter-Bau und Animatronik gibt es auch kommerzielle Produkte.

Beispiele

Augenbraue

Augenbraue mit Draht-Zugseil (per Servo bewegt)

Am Draht-Zugseil wird die Fell-Hülle befestigt
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Am Draht-Zugseil wird die Fell-Hülle befestigt

Augenlid

Eine an einem Alu-Bügel befestigte viertel-Kugel

Augenlider aus Polycaprolacton:

Flügel


Oberkiefer

Beispiel: Ein Getriebemotor hebt über eine Scheibe mit exzentrisch angebrachtem Stift die Fellhülle des Oberkiefers an und lässt so die Zähne fletschen.

Antrieb mittels Motor
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Antrieb mittels Motor
Bild:Zaehnefletschen oben fussel.gif


Beispiel: Anheben der Lefzen durch einen Gummi (blau dargestellt), der mittels einer Rolle (die durch einen Servo oder Motor angetrieben wird) nach oben gezogen wird.

Bild:Zaehnefletschen zugrollen.gif

Ohr

Am Kopf sind pro Ohr zwei Servos angebracht. Der Drahtbügel, der das Ohr bildet, ist an den Servo-Armen befestigt. Die oberen Servos wurden in den Kopf verlegt, um sie besser vor äußeren Einflüssen zu schützen.

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Dieses Ohr besteht aus einem Keilriehmen, der mit drei Alu-Rohren versteift wurde (jeweils am Ansatz und in der Mitte). Ein Zugseil führt an die oberste Spitze. Gummiband hält des Ohr un der Grundform. Beim Ziehen am Seil knickt das Ohr an der nicht verstärkten Stelle ein.


Tail

Tail mit Servo-Mechanik
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Tail mit Servo-Mechanik

Unterkiefer

Zwei verschiedene Möglichkeiten die Bewegung des eigenen Kiefers zu übertragen:

Die erste Methode hat den Vorteil, das keine Feder benötigt wird um den Kiefer wieder zu schließen. Sie ist allerdings nicht für Leute geeignet, die kein Kinn haben.


Alu-Grundform für einen am Kinn anliegender Unterkiefer
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Alu-Grundform für einen am Kinn anliegender Unterkiefer
Alu-Grundform für einen am Kinn anliegender Unterkiefer, Ansicht von Unten
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Alu-Grundform für einen am Kinn anliegender Unterkiefer, Ansicht von Unten
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