Performance

aus Fursuit.de, der freien Wissensdatenbank

Hinweise

Wenn man sich mit seinem Suit in die Öffentlichkeit wagt, sollte man einige Vorsichtsmaßnahmen beachten. Leider gibt es einige Dinge, die dem Suit, oder im schlimmsten Falle dem Suiter Schaden zufügen können. Andere Dinge schaden zwar nicht unmittelbar, sind aber nicht minder wichtig. Folgende Hinweise möchten wir euch zu diesem Thema gerne mitgeben:


Sicherheit

  • Geht niemals alleine. Ein Fursuiter hat fast immer ein eingeschränktes Sichtfeld, kann seine Umgebung also nicht so wahrnehmen, wie er es gewohnt ist. Eine Begleitperson ist daher unentbehrlich. Auch wenn es um Interaktionen mit Passanten (besonders Kindern) geht. Als Suiter übersieht man leicht ein Kind, das direkt vor einem steht, und würde es vermutlich einfach umrennen. Es gibt leider auch immer wieder Zeitgenossen, die sich einen Spaß daraus machen zu testen, ob das Fell brennt oder wie es mit diversen Flüssigkeiten zurechtkommt. Achtlos weggeschnippte Zigarettenstummel gehören auch in diese Kategorie. Noch dazu braucht man jemanden, der einen wegführt, wenn die Sicht im Suit schlechter wird (Stichwort: "Fogging") oder man überhitzt. Zu diesem Zweck hat es sich bewährt, mit seiner Begleitperson ein deutliches Zeichen auszumachen, das zum einen den Auftritt nicht stört, zum anderen aber klar signalisiert, daß etwas nicht stimmt und man schnellstmöglich den Ort (oder sogar das Suit) velassen muß.
  • Vorsicht.Haltet euch von Leuten mit Eis, Pommesschalen oder Bierflaschen fern. Eigentlich bedarf dieser Punkt keiner weiteren Erklärung. Kein Suiter mag es, wenn sein Kunstwerk (und als solches darf man die meisten Suits durchaus bezeichnen) durch solche Unfälle beschädigt oder unbrauchbar gemacht wird.
  • Kinder. Niemand ist ein dankbareres Publikum für eine Suit-Performance als Kinder. Meist sind sie es, die ihre Eltern an den Händen herbeizerren, damit sie die merkwürdigen pelzigen Gestalten genauer ansehen oder vielleicht sogar anfassen können. Doch auch hier einige Hinweise: Achtet darauf, wo ihr hintretet! Wie schon vorher erwähnt kann man ein Kind leicht übersehen und versehentlich umrennen. Manche Kinder bekommen beim Anblick eines Suits Angst; macht euch deshalb in solchen Fällen immer klein, geht in die Knie und verbergt (falls vorhanden) Krallen und Zähne. Beginnt ein Kind trotz allem zu weinen, versucht erst gar nicht, es doch noch zu beruhigen. In diesem Fall ist der Rückzug das beste Mittel. Ganz im Gegensatz dazu stehen die etwas mutigeren Kinder, die auch nicht davor zurückschrecken, euch am Schwanz zu ziehen oder zu versuchen, euch den Kopf abzunehmen. Ein weiterer Punkt ist das Anfassen von Kindern. Befolgt am besten die altbewährte "Kopf und Rücken"-Regel. Es ist kein Problem, einem Kind mal über die Haare zu streichen, oder ihm freundlich auf den Rücken zu klopfen. Alles andere bitte nicht, es sei denn, die Eltern haben ausdrücklich ihre Erlaubnis gegeben. Man wird viel zu schnell als Kinderschänder beschuldigt, auch wenn man die besten Absichten hatte.
  • Vermeidet extremes Suiting. Eine Suit-Performance ist eine großte Belastung für den Körper und sollte nicht bis zum absoluten Ende durchgezogen werden. Wenn sich die ersten Anzeichen der Erschöpfung oder Überhitzung bemerkbar machen, ist es an der Zeit, die "Bühne" zu verlassen und zum Abschied zu winken. Besser, man geht zehn Minuten früher, als wenn man im Suit zusammenbricht, weil man ja doch noch mit den Kindern um die Wette laufen mußte. Sucht euch außerdem am besten ebenes Gelände aus. Bergauf zu laufen kann im Suit extrem anstrengend werden.
  • Nicht zuviel trinken. Vor einem Suitwalk sollte man nicht mehr allzu viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Nichts ist im Suit unangenehmer, als den dringenden Ruf der Wildnis zu verspüren. Je nach Aufbau des Suits kann es durchaus bis zu einer halben Stunde dauern, bis man endlich soweit ist, daß man zur Toilette gehen kann. Es ist ohnehin immer eine gute Idee, vor der eigentlichen Aktion noch einmal die Toilette aufzusuchen, um solchen Situationen vorzubeugen.
  • Wetter. Achtet darauf, wie sich das Wetter entwickelt, wenn ihr eine Performance unter freiem Himmel vorhabt. Mitten in der Aktion vom Regen überrascht zu werden kann recht lästig bis unangenehm werden. Allerdings kann Schneefall dem Suiting noch eine zusätzliche Note verleihen. Sengende Hitze ist auch ein Problem, wenn man weitere Strecken zurücklegen will.

Verhalten

  • Nehmt niemals öffentlich den Kopf ab. Diese Regel stützt sich weniger auf die Sicherheit, als auf die Wirksamkeit einer guten Performance. Ein Wesen ohne den richtigen Kopf wirkt einfach unvollständig.
  • Performance. Näheres zu diesem Thema findet ihr in unserem Workshop.
  • Im Suit nicht sprechen. Auch dieser Punkt gehört eher zu den Regeln eines guten Auftrittes, die wir im Workshop genauer besprechen. Was man aber beachten sollte: Sprechen im Suit erhöht die Gefahr, daß Brillengläser oder Sichtfenster im Kopf beschlagen (vgl. Fogging).
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