Tips & Tricks
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Die häufigsten Fehler beim Fursuit-Bau
Eine Fursuit zu bauen bedeutet viel Arbeit. Das Ergebnis soll daher auch den Erwartungen entsprechen. Einige Arbeitsschritte bergen Fehler-Quellen, die man von vorne herein kennen sollte.
Zu großer Kopf
Hierzu sei gesagt, das dies nicht immer zutrifft. Bei Maskottchen ist ein zum Körper überproportionaler Kopf oft sehr stimmig (schon allein damit dieser von den entfernt stehenden Fans gut gesehen wird oder damit er z.B. bei Film-Aufnahmen gut zu erkennen ist).
Wer zum ersten mal einen realistischen Fursuit-Kopf baut unterschätzt leicht wie viel größer der Kopf wird nachdem das Fell befestigt ist. Mehrere cm auf jeder Seite bedeuten einen deutliche Vergrößerung des Gesamteindrucks. Um dem entgegen zu wirken sollte die Grundkonstruktion schon so klein wie möglich gehalten werden.
Wirkt der Kopf trotzdem zu groß, so können Schaumstoffeinlagen am Körper diesen trotzdem passend aussehen lassen.
Zu hohe Stirn
Wenn man Tier- mit Menschenköpfen vergleicht, dann erkennt man sich diese in der Form der Stirn stark unterscheiden. Die einfachste Möglichkeit diesen Unterschied zu verstecken ist es die Schnauze des Fursuit-Kopfes nach vorn zu neigen. Also nicht im 90Grad-Winkel zum Gesicht anzubringen.Die Verlängerung der Stirn nach vorn und damit weitere Abschrägung ist auch einfach möglich.
Falsche Proportionen
Manche Proportionsveränderungen sind durchaus gewollt (wie die Vergrößerung der Augen für besseres Sichtfeld). Die Länge der Schnauze und der Ohren sind häufig allerdings anders geplant. Hier ist zu beachten daß über den noch unbefellten Kopf noch etliche Zentimeter Fell kommen, was viele Details kaschiert und die Proportionen stark verändert. Wärend der Konstruktion gelegentlich ein Stück Fell eng über den Kopf legen hilft hier.
Haare des Fells zeigen in die falsche Richtung
Dies ist meistens Planungsbedingt. Es empfiehlt sich Bilder von Tieren als Referenz zu benutzen, wenn man sich nicht sicher ist in welche Richtung das Fell zeigen soll.
Fellrichtung nicht beachtet
Man sollte IMMER auf dem Schnuttmuster einen Pfeil für die Richtung, in die das Fell fallen soll und eine Markierung welche Seite die Innenseite ist machen.
Fell zu knapp für eine Naht geschnitten
Nicht vergessen: Am Rand jedes Stückes welches genäht (statt geklebt) werden soll muss ein gutes Stück über stehen um die Stücke zusammen zu nähen.
Billiges Material (Kleber etc.) genommen
Wenn sich nach einiger Zeit Auflösungserscheinungen an der Fursuit zeigen kann dies mit unter Materialbedingt sein. Es loht sich nicht am Fell zu sparen, wenn das billigere mit der Zeit vergilbt, andauernd Haare verliehrt oder verfilzt. Auch manche Kleber altern (billiger Heißkleber - die Sorte, die im Baumarkt verkauft wird - wird brüchig) oder verfärben sich unter Sonneneinstrahlung. Latex reagiert mit einigen Materialien und sollte besser mit einer Schutzschicht überzogen werden.
Alternative Materialien
Zum Fursuit-Bau lässt sich vieles verwenden. Es lohnt sich vor dem Einkaufen teuerer Materialien zuerst die eigene Wohnung abzusuchen.
Mögliche Werkzeuge
Die richtigen Werkzeuge - zum Bearbeiten der Materialien - zu finden ist oft nicht ganz einfach. Vieles lässt sich jedoch zweckentfremden.
Allgemein bieten sich außer Nähmaschine, guter, langer Scheere, vielen Nadeln und Faden auch ein scharbes Abbrech-Messer, Zeitungspapier und ein guter Staubsauger als Grundausstattung an.
Fell färben
Kunstfell läßt sich auf mehrere Weisen färben. Hierbei ist aufzupassen das Fell nicht zu verkleben. Als Werkzeug wird fast durchgängig die Airbrush verwendet. Als Farbe wird öfters Leder-Färbemittel empfohlen. Haar-Färbung funktioniert nicht, da es sich garnicht um natürliche Haare sondern um Polyamid-Fasern handelt.

